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Der Mindestlohn

Mit 1. Januar 2016 erfolgt – zumindest in einigen Branchen – eine Erhöhung des Mindestlohns. Mehr Geld bekommen Dachdecker sowie Beschäftigte, die sich in einer Aus- sowie Weiterbildung befinden und Angestellte der Abfallwirtschaft. Seit dem 1. Januar 2015 beträgt der Mindestlohn 8,50 Euro (je Stunde).

Hartz 4 wird erhöht

Personen, welche die Grundsicherung, Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe empfangen, erhalten ab 1. Januar 2016 ebenfalls mehr Geld. So steigt der Regelsatz für Alleinverdiener von 399 Euro auf monatlich 404 Euro. Auch die Grundsicherung für Kinder und Jugendliche wird ebenfalls angehoben: 3 Euro pro Monat mehr gibt es für Kinder; 4 Euro pro Monat mehr für Jugendliche.

Das Wohngeld

Alle Personen, die Wohngeld empfangen, erhalten ab 1. Januar 2016 ebenfalls höheres Wohngeld. Dafür ist kein neuer Antrag notwendig. Durch die Reform werden 870.000 Haushalte mehr Geld erhalten; 320.000 werden wieder oder das erste Mal einen Anspruch auf Wohngeld haben. Das Wohngeld wurde nämlich an die Mieten- sowie Einkommensentwicklung angepasst; die Grundlage beruht auf der Wohlgeldreform 2009. Bei der Neuberechnung finden nicht nur die Kaltmieten, sondern auch die “warmen Nebenkosten” (Wasser und Heizung) Berücksichtigung.

Die Regeln des Kurzarbeitergeldes werden vereinfacht

Die Bundesagentur für Arbeit kann das konjunkturelle Kurzarbeitergeld – ab dem 1. Januar 2016 – für höchstens zwölf Monate gewähren. Diese Gewährung ist nun auch im Gesetz geregelt. In den letzten 35 Jahren wurde das Kurzarbeitergeld auf gerade einmal sechs Monate befristet und nur mittels Verordnung verlängert.

Auch beim Arbeitslosengeld gibt es neue Sonderregelungen

Kurzbeschäftigte haben dann Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie bereits sechs Monate lang in den Topf der Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Die neue Regelung verkürzt die Anwartschaft und ist bis 31. Dezember 2016 gültig.

Die Frauenquote

Unternehmen, die nicht nur voll mitbestimmungspflichtig, sondern auch an der Börse notiert sind, müssen ab dem 1. Januar 2016 die Aufsichtsratsposten derart gestalten, dass eine Frauenquote von 30 Prozent erfüllt wird. Jene neue Regelung gilt auch für den öffentlichen Dienst; auch Gremien, die vom Bund mitbestimmt werden, müssen eine dementsprechende Frauenquote aufweisen.

Der Rentenbeitragssatz 2016 bleibt gleich

Der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung liegt auch im Jahr 2016 bei 18,7 Prozent.

Der Mindestbeitrag der gesetzlichen Rentenversicherung

Der Mindestbetrag zur freiwilligen Versicherung der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt – ab 1. Januar 2016 – monatlich 84,15 Euro.

Der Renteneintritt erfolgt nun fünf Monate später

Die Altersgrenze für den Eintritt in die sogenannte Rentenphase steigt – seit dem Jahr 2012 – schrittweise. Das bedeutet: Personen, die 1951 geboren wurden und mit 2016 in den Ruhestand gehen, müssen fünf Monate über den 65. Geburtstag berufstätig sein; erst dann erfolgt eine abschlagsfreie Rente.

Die neuen Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung West steigt von 6.050 Euro (2015) auf 6.200 Euro (Monat). Die Beitragsmessungsgrenze Ost steigt ebenfalls von 5.200 (2015) auf 5.400 Euro (Monat). Mit 1. Januar 2016 erhöht sich die Versicherungspflichtgrenze der Krankenversicherung auf jährlich 56.250 Euro; jene lag 2015 noch bei 54.900 Euro.

2017-09-01T07:04:06+00:00