Inflation und steigende Lebenshaltungskosten können die Finanzen belasten, insbesondere wenn die Gehälter stagnieren. Allerdings sind Gehaltserhöhungen in Krisenzeiten für viele Arbeitnehmer nicht machbar und nicht jeder wird eine Inflationsentschädigung erhalten.

Es gibt aber alternative Lösungen, um das Einkommen zu steigern, wie beispielsweise die Inanspruchnahme von steuerfreien Sachleistungen des Arbeitgebers in Höhe von jährlich 600 Euro. Dieser Artikel erklärt, wie man sich für diese Leistungen qualifiziert und welche Möglichkeiten sie bieten.

Was sind steuerfreie Sachleistungen

Steuerfreie Sachleistungen sind nicht-monetäre Extras, die Arbeitgeber als Vergütung anbieten, befreit von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Ziel ist es, den Mitarbeitern zusätzliche Unterstützung und Vorteile über das reguläre Gehalt hinaus zu bieten.

Qualifikation für steuerfreie Sachleistungen

Laut dem Portal CHIP können Mitarbeiter dank der aktuellen Vorschriften bis zu 600 Euro pro Jahr an steuerfreien Sachleistungen erhalten, was auf monatlich 50 Euro hinausläuft. Um diese Leistungen in Anspruch zu nehmen, gelten spezifische Bedingungen:

Nicht-Monetärer Charakter

Leistungen dürfen nicht in bar ausgezahlt, sondern müssen als Waren oder Dienstleistungen zur Verfügung gestellt werden.

Beschränkte Akzeptanzstellen oder Produktbereiche

Die Leistungen sollten mit eingeschränkten Akzeptanzstellen oder begrenzten Produkte verbunden sein. Gutscheine oder Karten für bestimmte Geschäfte, regionale Stadt-Karten, Tankstellen, Buchhandlungen, Streaming-Dienste und Fitnesszentren sind beispielsweise zulässig.

Bürgergeld Empfänger können auch von den Zuschuss profitieren

Bürgergeld-Empfänger, die auch eine Beschäftigung haben, bekannt als „Aufstocker“, haben auch die Möglichkeit, bis zu 600 Euro steuerfreie Boni von ihren Arbeitgebern zu erhalten. Dieser Zuschuss ist so strukturiert, dass er nicht mit ihrer Bürgergeld-Leistungen interferiert. Daher wird dieses zusätzliche Einkommen nicht gegen den standardmäßigen Bürgergeldsatz aufgerechnet.

Beispiele für bewilligte Sachleistungen

Arbeitgeber haben die Option, verschiedene Leistungen innerhalb der monatlichen Grenze von 50 Euro anzubieten. Beispiele hierfür sind:

  • Fitnessstudio-Mitgliedschaft: Arbeitgeber übernehmen die Kosten für das Fitnessstudio, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.
  • Streaming-Dienste: Gutscheine für Streaming-Plattformen zur Unterhaltung und zum Genuss von Filmen.
  • Tankkarten: Unterstützung für Pendlerkosten mit Firmenwagen.
  • Gutscheine für Bestimmte Läden: Leistungen für Buchhandlungen, Elektronikgeschäfte oder Fachhändler.
  • Regionale Stadtkarten: Zuschüsse für Karten, die Rabatte auf öffentliche Verkehrsmittel, kulturelle Veranstaltungen oder lokale Unternehmen gewähren.

Limit einhalten

Um steuerfreie Vorteile zu maximieren, muss die Einhaltung der monatlichen Grenze von 50 Euro gewährleistet sein. Wenn die Leistungen diese Schwelle überschreiten, wird der Überschussbetrag zu steuerpflichtigem Einkommen und unterliegt Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.