Auf dieser Seite findest du einen Überblick über den Regelsatz (Regelbedarfe) in der Grundsicherung (SGB II). Wir erklären den Unterschied zwischen Regelsatz, Regelbedarf und Gesamtbedarf, zeigen die Regelbedarfsstufen 2026 und geben eine verständliche Einordnung zu Mehrbedarfen, Unterkunft und Heizung sowie einmaligen Leistungen.
Hinweis: Im Alltag wird die Leistung weiterhin oft “Bürgergeld” genannt – hier nutzen wir den neutralen Begriff Grundsicherung (SGB II). Die Regelbedarfe gelten 2026 unverändert (Nullrunde).
Kurzüberblick: Die folgende Infografik zeigt den Regelbedarf 2026 in der Grundsicherung nach SGB II (Regelbedarfsstufen 1 bis 6) – also die monatlichen Beträge für den Lebensunterhalt nach Lebenssituation und Alter.

Einordnung: In der Grafik ist ausschließlich der Regelbedarf enthalten. Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU – also Miete und Heizkosten) werden separat berücksichtigt. Zusätzlich können je nach Fall Mehrbedarfe (z.B. Schwangerschaft, Alleinerziehung, kostenaufwendige Ernährung, Behinderung) und in bestimmten Situationen Einmalbedarfe/Sonderbedarfe hinzukommen.
Regelbedarf 2026 – Beträge nach Regelbedarfsstufen
- Stufe 1: Alleinstehend/alleinerziehend – 563 Euro
- Stufe 2: Partner (je Person) – 506 Euro
- Stufe 3: Erwachsene im Haushalt anderer451 Euro
- Stufe 4: 14-17 Jahre – 471 Euro
- Stufe 5: 6-13 Jahre – 390 Euro
- Stufe 6: 0-5 Jahre – 357 Euro
Was ist der Regelsatz?
Mit “Regelsatz” ist meist der monatliche Geldbetrag gemeint, der für den normalen Lebensunterhalt vorgesehen ist (z.B. Ernährung, Kleidung, Strom im Haushalt, Körperpflege, Hausrat, Kommunikation und ein Anteil für gesellschaftliche Teilhabe).
Der Regelsatz ist bundesweit einheitlich und richtet sich nach der Regelbedarfsstufe (z.B. alleinstehend, Partner, Kind je Altersgruppe).
Was ist der Regelbedarf?
Der Regelbedarf bezeichnet den Bedarf für den Lebensunterhalt nach den Regelbedarfsstufen – also genau den Teil, der über den Regelsatz abgedeckt wird.
Wichtig: Kosten für Unterkunft und Heizung gehören nicht zum Regelbedarf, sondern kommen als eigener Baustein dazu.
Unterschied zwischen Regelsatz, Regelbedarf und Gesamtbedarf
- Regelsatz = der monatliche Euro-Betrag, der ausgezahlt wird (je nach Regelbedarfsstufe).
- Regelbedarf = der Bedarf für den Lebensunterhalt, der durch den Regelsatz gedeckt wird.
- Gesamtbedarf = Regelbedarf (Regelsatz) + Mehrbedarfe + Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) – anrechenbares Einkommen/Vermögen (vereinfacht gesagt).
Wie hoch sind die Regelbedarfe 2026?
Die Regelbedarfe sind 2026 unverändert und entsprechen den Werten aus 2025 und 2024.
Regelbedarfe 2026 (monatlich):
| Bedarf | Betrag 2026 |
|---|---|
| Alleinstehende und Alleinerziehende (Regelbedarfsstufe 1) | 563 Euro |
| Volljährige Partner in einer Bedarfsgemeinschaft (je Person, Regelbedarfsstufe 2) | 506 Euro |
| Volljährige ohne eigenen Haushalt (z.B. 18 bis 24 im Haushalt anderer, Regelbedarfsstufe 3) | 451 Euro |
| Jugendliche 14 bis 17 Jahre (Regelbedarfsstufe 4) | 471 Euro |
| Kinder 6 bis 13 Jahre (Regelbedarfsstufe 5) | 390 Euro |
| Kinder 0 bis 5 Jahre (Regelbedarfsstufe 6) | 357 Euro |
Tipp: Wenn du schnell überschlagen willst, nutze den Rechner: /buergergeld-rechner/
Regelbedarfe Veränderung (2008 bis 2026)
Hier siehst du die Entwicklung der Regelbedarfsstufen im Überblick. (Hinweis: 2025 und 2026 sind unverändert.)
| Jahr | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 14 bis 17 | 6 bis 13 | 0 bis 5 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EVS 2008 | 361,81 | 325,63 | 289,45 | 273,62 | 240,32 | 211,69 |
| 1. Januar 2011 | 364 | 328 | 291 | 287 | 251 | 215 |
| 1. Januar 2012 | 374 | 337 | 299 | 287 | 251 | 219 |
| 1. Januar 2013 | 382 | 345 | 306 | 289 | 255 | 224 |
| 1. Januar 2014 | 391 | 353 | 313 | 296 | 261 | 229 |
| 1. Januar 2015 | 399 | 360 | 320 | 302 | 267 | 234 |
| 1. Januar 2016 | 404 | 364 | 324 | 306 | 270 | 237 |
| 1. Januar 2017 | 409 | 368 | 327 | 311 | 291 | 237 |
| 1. Januar 2018 | 416 | 374 | 332 | 316 | 296 | 240 |
| 1. Januar 2019 | 424 | 382 | 339 | 322 | 302 | 245 |
| 1. Januar 2020 | 432 | 389 | 345 | 328 | 308 | 250 |
| 1. Januar 2021 | 446 | 401 | 357 | 373 | 309 | 283 |
| 1. Januar 2022 | 449 | 404 | 360 | 376 | 311 | 285 |
| 1. Januar 2023 | 502 | 451 | 402 | 420 | 348 | 318 |
| 1. Januar 2024 | 563 | 506 | 451 | 471 | 390 | 357 |
| 1. Januar 2025 | 563 | 506 | 451 | 471 | 390 | 357 |
| 1. Januar 2026 | 563 | 506 | 451 | 471 | 390 | 357 |
Regelbedarfsstufen
Die Regelbedarfsstufen bestimmen, welcher monatliche Betrag gilt. Kurz erklärt:
| Regelbedarfsstufe | Für wen gilt sie? |
|---|---|
| Stufe 1 | Erwachsene mit eigenem Haushalt (auch alleinstehend oder alleinerziehend) |
| Stufe 2 | Zwei erwachsene Partner, die zusammen wirtschaften (je Person) |
| Stufe 3 | Erwachsene ohne eigenen Haushalt (z.B. 18 bis 24 im Haushalt anderer) |
| Stufe 4 | Jugendliche 14 bis 17 Jahre |
| Stufe 5 | Kinder 6 bis 13 Jahre |
| Stufe 6 | Kinder 0 bis 5 Jahre |
Mehrbedarfe
Mehrbedarfe sind zusätzliche Beträge, wenn besondere Lebensumstände vorliegen. Häufige Beispiele:
Schwangerschaft
Ab der 13. Schwangerschaftswoche gibt es einen Mehrbedarf von 17 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfs.
Alleinerziehende
Der Mehrbedarf richtet sich nach Anzahl und Alter der Kinder. Häufige Werte:
- 1 Kind unter 7 Jahre: 36 Prozent
- 1 Kind 7 Jahre oder älter: 12 Prozent
- 2 Kinder unter 16 Jahre: 36 Prozent
- 2 Kinder 16 Jahre oder älter: 24 Prozent
- 3 Kinder: 36 Prozent
- 4 Kinder: 48 Prozent
- 5 und mehr Kinder: 60 Prozent (Deckelung)
Behinderung (Teilhabe am Arbeitsleben)
Bei bestimmten Konstellationen (z.B. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) kann ein Mehrbedarf von 35 Prozent anerkannt werden.
Kostenaufwändige Ernährung
Wenn aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung nötig ist, kann ein Mehrbedarf in angemessener Höhe berücksichtigt werden.
Warmwasser (dezentrale Erzeugung)
Wenn Warmwasser über Durchlauferhitzer/Boiler in der Wohnung erzeugt wird, gibt es einen pauschalen Mehrbedarf. Typische Pauschalen (2026, monatlich):
- Stufe 1: 12,95 Euro
- Stufe 2: 11,64 Euro
- Stufe 3: 10,37 Euro
- Stufe 4: 6,59 Euro
- Stufe 5: 4,68 Euro
- Stufe 6: 2,86 Euro
Hinweis: Ob ein Mehrbedarf tatsächlich zusteht, hängt vom Einzelfall und Nachweisen ab.
Unterkunft und Heizung in der Grundsicherung
Kosten für Unterkunft und Heizung werden grundsätzlich in der Höhe übernommen, in der sie angemessen sind. Angemessenheit hängt vom Wohnort und der Haushaltsgröße ab.
Bei Wohneigentum können bestimmte laufende Kosten berücksichtigt werden, Tilgungsraten für Kredite aber in der Regel nicht.
Für unter 25-Jährige gilt: Ein Auszug aus dem Elternhaus sollte vorher mit dem Jobcenter geklärt werden, sonst kann es Probleme bei der Übernahme der Unterkunftskosten geben.
Einmalige Leistungen zusätzlich zum Regelsatz
Neben dem monatlichen Regelbedarf können in bestimmten Situationen einmalige Leistungen oder Darlehen möglich sein, z.B.:
- Erstausstattung der Wohnung (inklusive Haushaltsgeräte)
- Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt
- Erstausstattung für Bekleidung (in besonderen Fällen)
- orthopädische Schuhe, therapeutische Geräte und Reparaturen (je nach Fall)
- Darlehen bei besonderem, unabweisbarem Bedarf
Zuletzt aktualisiert am: 17.01.2026