Rentner aufgepasst: KFZ-Versicherung wird teurer – so sparen Sie trotzdem

Rentner, aufgepasst: Viele wissen es nicht, aber Sie können jedes Jahr Hunderte von Euro bei Ihrer KFZ-Versicherung sparen.

Rentner werden ab 65 Jahren bei der KFZ-Versicherung stärker zur Kasse gebeten. Doch es gibt einige Möglichkeiten, Hunderte Euro zu sparen!

Mit zunehmendem Alter wird das Führen eines Fahrzeuges mitunter zu einer echten Herausforderung. Abgesehen vom Pflege- und Wartungsaufwand sind es aber die höheren Beiträge für die KFZ-Versicherung, die für ältere Menschen mit knapper Rente zum finanziellen Hindernis werden können.

Wir sind der Frage nachgegangen, warum Rentner ab 65 Jahren überhaupt mehr für die KFZ-Versicherung ausgeben müssen. Dabei sind wir auf interessante Möglichkeiten gestoßen, mit denen Rentner Hunderte Euro sparen können.

Versicherungsbeiträge steigen bei Rentnern 

Es ist kein Einzelfall, dass Rentner höhere Beiträge an die Versicherung bezahlen müssen. 

Wer ab 65 noch ein Fahrzeug führt, muss etwa 12 Prozent mehr zahlen. Bei den über 75-Jährigen sind es sogar stattliche 60 Prozent. Da wird das Autofahren mit kleiner Rente tatsächlich zum luxuriösen Hobby.

In Euro bedeutet das für einen 3 Jahre alten VW Golf VII 1.4 TSI, SF-Klasse 30, bei 15.000 gefahrenen Kilometern im Jahr und Vollkasko:

Ein Versicherungsnehmer von 50 Jahren zahlt rund 331,04 Euro. Im Alter von 65 Jahren werden etwa 382 Euro fällig und Rentner mit 75 Jahren zahlen rund 528,21 Euro.

Sind diese Preisaufschläge bei der KFZ-Versicherung gerechtfertigt?

Rentner haben ein erhöhtes Unfallrisiko – Warum eigentlich?

Unweigerlich kommt die Frage auf, ob die höheren Beiträge zur KFZ-Versicherung nicht ein wenig diskriminierend sind. Haben doch Rentner ohnehin meist weniger Geld zum Leben als die Jungen.

Betrachtet man jedoch diverse Statistiken zum Unfallgeschehen, bei denen ältere Fahrzeugführer beteiligt waren, kommt man schnell zu dem Schluss: Rentner verursachen zwar vergleichsweise weniger Unfälle, dafür aber überwiegend jene mit schwerwiegenden und kostspieligen Folgen.

Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2021 ermittelt, dass 68,2 Prozent der Unfallverursacher über 64 Jahre alt waren. In der Altersklasse ab 75 Jahren trugen sogar 75,9 Prozent die Hauptschuld am Unfallgeschehen.

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Typische Unfallursachen bei Rentnern ab 65 Jahren

An dieser Stelle möchten wir anmerken: Wer in Rente ist, sollte nicht per se als Unfallverursacher angesehen werden. 

Dennoch liegt es oftmals in der menschlichen Natur begründet, dass mit steigendem Alter gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen zutage treten. Im Straßenverkehr, insbesondere beim Führen eines KFZ, stellen sie ein erhöhtes Risiko dar.

Die nachlassende Reaktionsfähigkeit im Alter sowie eventuelle Sehschwächen sind nur zwei Beispiele, die für typische Unfallursachen bei Rentnern ab 65 Jahren sorgen. Statistisch gesehen verunfallt ein älterer Mensch mit dem KFZ häufig, weil er unter anderem:

  • sich nicht so schnell auf eine veränderte Verkehrssituation einstellen kann
  • die Vorfahrtsregeln übersieht oder missachtet
  • beim Ein- und Ausparken zu wenig Aufmerksamkeit auf den fließenden Verkehr aufbringen kann
  • Abstände schlechter einschätzen kann

Die von den Versicherungen aufgerufenen höheren Beiträge für Rentner ab 65 Jahren resultieren aus den Ergebnissen dieser Statistiken. 

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Besonders ärgerlich: Hoher Schadenfreiheitsrabatt reicht nicht zum Ausgleich

Rentner, die durch jahrelange Unfallfreiheit einen sehr hohen Schadenfreiheitsrabatt vorweisen können, sind dennoch enttäuscht. Denn die höheren KFZ-Versicherungen lassen sich damit kaum ausgleichen. Demzufolge müssen sie von ihrer schmalen Rente dennoch teure Beiträge leisten.

Kleiner Tipp: Manche Versicherer gewähren ihren Beitragszahlern einen kleinen Bonus. Damit lässt sich Geld sparen.

Weitere Sparmöglichkeiten für Rentner

Höhere Beiträge zur KFZ-Versicherung sind für Rentner unerfreulich, doch es gibt noch ein paar  Sparmöglichkeiten, die für viele Fahrer interessant sind.

Es ist ratsam, die eigene KFZ-Versicherung zu prüfen. Ein Wechsel zur Teilkasko spart einige Euro, da diese Tarife meist günstiger sind.

Außerdem kann man das Auto auf einen jüngeren Partner, die Kinder oder Enkelkinder umschreiben lassen. Die eigene Schadenfreiheitsklasse bleibt bestehen, doch die Beiträge zur KFZ-Versicherung können um bis zu 43 Prozent gesenkt werden. Einzige Voraussetzung: Der Fahrzeughalter muss den Rentner als Fahrer bei der Versicherung melden.

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Fazit: Für Rentner lassen sich bei der KFZ-Versicherung einige Euro sparen

Dass Rentner ab einem gewissen Alter höhere Beiträge zur KFZ-Versicherung leisten müssen, mag ungerecht klingen. Es lässt sich jedoch nicht von der Hand weisen, dass das Unfallrisiko in dieser Altersgruppe ansteigt. Um die schmale Rente zu schonen, sollten Einsparmöglichkeiten in Betracht gezogen werden, um bares Geld sparen zu können, ohne die eigene Selbstständigkeit aufgeben zu müssen.

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